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Social Media Marketing

Wie lektorierst und korrigierst du selbst deine Texte

Vor kurzer Zeit hatten wir das Thema:
Brauche ich als Selfpublisher wirklich einen Lektor?
 
Dort hatten wir festgestellt, dass es deutlich von Vorteil ist, einen Lektor zu haben.

Aber heute soll es darum gehen, wie du deinem Lektor das Leben erleichtern und dir einiges an Kosten einsparen kannst.
Denn der Preis einer Normseite errechnet sich bei vielen Lektoren durch den Aufwand. Wenn deine Texte also qualitativ besser sind, zahlst du im Endeffekt weniger. Irgendwie logisch.
Es geht hier übrigens nicht um Fehlerfreiheit, denn ganz ehrlich … dieses Ziel werden wir sicherlich nie erreichen und das ist auch gar nicht schlimm! (Wer in meinen Blogbeiträgen Fehler findet, der darf sie sehr gerne behalten und verwenden)
 
Aber du möchtest vielleicht eine Kurzgeschichte für deine Newsletterabonnenten verschicken und brauchst dafür nicht unbedingt ein professionelles Lektorat, oder du hast vor, eine Leseprobe an einen Verlag zu schicken, die Qualität deiner Social Media Beiträge erhöhen oder oder oder.

Egal aus welchem Grund du hier gelandet bist, es ist immer besser, seine Texte stetig weiterverbessern zu wollen.

Wie immer starten wir ohne großes Vorgeplänkel direkt in die Tipps, denn ich habe die Vermutung, diese werden heute deutlich umfangreicher werden.

1. Verschaffe dir Abstand!

Erst wenn du etwas Abstand hast, kannst du deine Betriebsblindheit abgeben, denn es ist alles andere als leicht, den eigenen Text zu beurteilen.
Wenn es sein muss, warte drei oder noch mehr Monate, erst dann siehst du deine Geschichte annähernd aus dem Blick eines Lesers, der sie zum ersten Mal in den Händen hält.
 
Mir geht es ganz häufig so, wenn ich nach langer Zeit wieder in meine Bücher lese. Manchmal ist es mir fast peinlich, was ich da in die Welt entlassen habe, vor allem was meine ersten Bücher betrifft. Vor allem Mister Komma und ich waren nicht unbedingt beste Buddys …
Aber mach dir deswegen nicht zu viel Druck. Für einen Leser, der dich von Anfang an begleitet, wird es auch toll sein, deine Entwicklung beobachten zu können.

2. Vertraue deinem Bauchgefühl!

Du liest wahrscheinlich schon dein halbes Leben und hast dir unterschwellig ein gutes Gespür für großartige Geschichten angeeignet. Wenn du jetzt zwanghaft versuchst, dein eigenes Buch mit reingeschobenen Szenen besonders toll werden zu lassen, geht es oft nach hinten los.
Also verlass dich auf dein Bauchgefühl, du wirst beim Schreiben schon merken, wenn etwas nicht zusammenpasst und beim Überarbeiten dann ohnehin.

3. Besteht deine Geschichte aus interessanten Figuren?

Die erste, richtig elementar wichtige Frage lautet:
Bedeuten deine Figuren dir etwas?
Wie fühlst du, wenn eine davon sterben würde? Ist es dir egal oder heulst du Rotz und Wasser? (← finde ich übrigens eine furchtbar anschauliche Metapher, pfui)
 
Wenn dich dieser Gedanke richtig mitnimmt und du vielleicht sogar einen Schluchzer verdrücken musst, wenn du nur darüber nachdenkst, sie leiden zu lassen, dann super! Deine Figuren sind dir ans Herz gewachsen und du kannst davon ausgehen, dass du dich sehr gut mit ihnen auseinandergesetzt hast.
 
Du kennst
– ihre Kindheit
– ihre Vorlieben
– was sie hassen
– an was sie glauben
– welche Geheimnisse sie haben
– wie ihr erstes Haustier hieß
– oder ob sie ihren Autos Namen geben
– ob die Kaffee oder Tee präferieren
– oder den Duft von Flieder mögen
 
All das bringt dich in die richtige Richtung, um deinen Charakteren ausreichend Tiefe geben zu können, und auch damit deine Leser sich mit ihnen identifizieren.
 
Außerdem ist es wichtig, ob die Figuren sich innerhalb der Geschichte genug entwickeln.
Ist das der Fall? Wie sind sie am Anfang und am Ende? Stehen sie in krassem Kontrast oder ist die Entwicklung nur angehaucht? Reicht es auch, um den Leser am Ende mit einem guten Gefühl zu entlassen? Oder wird er enttäuscht sein und nie wieder eines deiner Bücher nur in die Hand nehmen.

4. The red red Thread.

Zu allererst die Frage: Gibt es einen roten Faden? Eine Grundthematik, mit der sich die Geschichte auseinandersetzt und ist sie dir überhaupt bewusst?
Kannst du in einem Satz auf den Punkt bringen, um was es geht?
 
Mir fällt auf, dass ich sehr oft Probleme damit habe. Ganz ehrlich!
In allen Exposés, die ich jemals geschrieben habe, habe ich die Wortanzahl um das Hundertfache überschritten! Okay, so schlimm war es nicht, aber mit dem Kurzhalten habe ich es echt nicht.
Deine Geschichte auf einen Satz herunterzubrechen und nicht das Gefühl zu haben, so viele wichtige Dinge vergessen zu haben, ist echt eine Kunst.

Also notiere diesen ersten Satz doch bevor du anfängst zu schreiben. Und nachdem dein Buch abgeschlossen ist, vergleiche, ob diese Aussage immer noch zu 100% zutrifft.

5. Hat dein Text genug Spannung?

Jedes Buch besteht aus großen und kleinen Spannungsbögen, die wie ein Motor wirken, der die Geschichte immer wieder vorantreibt und den Leser atemlos zurücklässt.
Wenn dein Text keine Spannung beinhaltet, wieso sollte der Leser dann weiterlesen wollen?
 
Spannung ist also, egal in welchem Genre, das A und O!
 
Notiere dir beim Plotten und auch beim Korrigieren alle deine kleinen und großen Spannungsbögen und hinterfrage sie.
Reichen sie aus, dass der Leser am Ball bleibt?
Gibt es zu Beginn genug offene Fragen, die der Leser gelöst haben möchte?
Hattest du vielleicht selbst Mühe, an der ein oder anderen Stelle weiterzuschreiben?
 
Dieser Punkt ist unheimlich wichtig und die Grundlage eines guten Buches!

6. Die ersten Sätze

Ich habe es schon mal auf meinem Instagram Profil erwähnt:
Der Anfang einer Geschichte ist unheimlich wichtig! Ja, sogar die ersten Sätze sind unheimlich wichtig!
Denn diese müssen den Leser sofort in das Buch hineinziehen!
 
Es heißt oft, fange nicht mit einer Szene an, in der der Protagonist wach wird. Aber selbst so etwas Banales und Alltägliches kann man so schreiben, dass der Leser nur denkt: What the …! Ich will weiterlesen!!
 
Welchen Anfang fändest du spannender?
 
1. Das Schrillen meines Weckers reißt mich aus dem Schlaf. Schläfrig öffne ich die Augen und werfe die Decke beiseite, um aufzustehen und ins Bad zu schlurfen.

2. Noch bevor ich die Augen aufschlage, spüre ich, dass sich etwas verändert hat. Gänsehaut stellt sich auf meinem Körper auf und mein Herz beginnt zu rasen, während ich die Lider zupresse. Weil ich es nicht sehen möchte. Weil es dann Wirklichkeit wird.
 
Okay, diese beiden Sätze sind vielleicht auch nicht zu 100% optimal, aber trotzdem merkst du den Unterschied, oder?
 
Saug deinen Leser ein! Spiele mit seinem Verstand, seinen eigenen Emotionen und bringe sein Herz schon beim ersten Satz zum Rasen!

7. Der Schluss

Hin und wieder kommt es auch vor, dass der Leser ein Buch perfekt findet, dann zum Schluss kommt und der all die Worte zuvor zerstört! *KAWUMM*
Hier gibt es viele Dinge, die du berücksichtigen musst:
 
– ist das Ende plausibel?
– was für ein Ende erwartet deine Zielgruppe?
– welches Ende passt zu deinen Protagonisten?
(Wenn du ihn sterben lässt, dann mach es nicht so, dass der Leser mit einem unbefriedigenden Ergebnis das Buch in die Ecke klatscht! Lass es einen Sinn haben!)
– soll es ein überraschendes Ende sein?
– ist es ausführlich genug?
 
Mir persönlich geht es oft so, dass ich mich gerade mit dem Ende schwertue. Wirklich, ich zögere es immer ewig lange hinaus, ein Buch fertigzuschreiben aber nicht nur, weil ich mich nicht von der Geschichte verabschieden möchte, sondern auch, weil das Ende so unglaublich wichtig ist und ich manchmal diesem Druck selbst nicht standhalten kann!
 
Wenn für mich eine Story fertigerzählt ist, die Protagonisten sich in einem Liebesroman beispielsweise endlich bekommen haben, finde ich es sinnlos, noch zwei oder drei Kapitel über die „heile Welt“ zu schreiben. Aber genau das ist es, was den Leser glücklich und zufrieden gehen lässt. Er weiß, seinen Lieblingen geht es gut (oder bei einem Mehrteiler auch nicht …) und er kann das Buch in aller Ruhe zuklappen.
In manchen Geschichten, zum Beispiel Dark Romance, soll die Story hier aber auch nochmal richtig an Fahrt zunehmen. Vielleicht passiert etwas Unerwartetes, bei dem der Leser sich fragt, wie der Protagonist jetzt noch aus dieser Sache rauskommen soll.
Genau darin liegt die Schwierigkeit beim Schreiben.
Also lass dir ruhig viel Zeit mit dem Ende. Manchmal lasse ich es einfach offen und fange erst mit der Überarbeitung an. Wenn ich dann wieder an dem Punkt bin, hat sich die Wolke in meinem Kopf oft aufgelöst und ich weiß genau, welchen Abschluss ich der Geschichte verpassen möchte.

8. Der Feinschliff

Hier fasse ich Punkte zusammen, die du dir unbedingt für deinen Feinschliff anschauen solltest:
 
– wirken die Dialoge lebensecht und vermitteln sie etwas (Informationen oder beispielsweise Charaktereigenschaften)
– welches Erzähltempo hat dein Text und ist es durchgängig oder wechselnd?
– welche Atmosphäre herrscht?
– lösche Füllwörter, Wortwiederholungen oder löse Schachtelsätze auf!
– streiche abgenutzte Vergleiche oder Ausdrücke!
– sind deine Metaphern passend und zeitgemäß?
– mach aus Passiv Aktiv (dein Protagonist soll handeln und nicht dazu gebracht werden)!
– wie beginnen deine Sätze? (Immer mit: Ich habe … Ich wollte … Ich dachte … Ich weine …)
 
Äußerlichkeiten:
– wie viele Absätze sind im Text?
– vereinheitliche Schreibweisen und Namen (!)
– finde einen tollen Titel und evtl knackige Kapitelüberschriften!

9. Testleser

Und wenn du alle vorhergehenden Punkte abgeschlossen hast, ist dein Buch bereit für tolle Testleser!
Denn nicht vieles geht über jemanden, der mit einem offenen und kritischen Auge deine Geschichte zum allerersten Mal liest!
 
Mach dir keine Gedanken, deine Testleser werden Fehler finden und vielleicht sind es sogar welche, bei denen du einige Kapitel umstellen musst und es wird dich zum Heulen bringen. Aber besser sie finden diese als deine Leser.
Denn die Leser haben so eine gigantische Auswahl an verschiedenen Geschichten, dass sie den meisten Autoren höchstens zweimal eine Chance geben. Wenn die Story nicht gefällt und total unlogisch ist, wieso sollte ein Leser also seine Zeit an so ein Buch verschwenden?
Gib also bei jedem Anlauf dein Bestes, investiere gerade in die Überarbeitung viel Zeit und schicke dein Buch erst dann in die Welt, wenn du vollständig und absolut zufrieden damit bist! (Oder zumindest zu 95%, denn ganz zufrieden ist man ja doch irgendwie nie)
 
Wie findest du gute Testleser?
Das ist in der Tat schwierig, denn diese müssen nicht nur zu dir und deiner Arbeitsweise, sondern auch zu der Art, wie du schreibst passen.
Ich persönlich mache hin und wieder einen Aufruf auf Instagram oder Facebook und arbeite mit mehreren Testlesern dann langfristig zusammen.
Nimm nicht zu viele, du kennst diesen berühmten Spruch: Zu viele Köche verderben den Brei und genau so ist es mit deiner Geschichte.
Manche Sachen wirst du trotz Testleserkritik gar nicht umstellen wollen und das ist auch gut so! Lass dir in Szenen, von denen du absolut überzeugt bist, nicht reinreden, aber genauso sei offen für Veränderungen, wo diese benötigt werden!
 
Zum Abschluss gibt es in den nächsten Tagen in meinem Newsletter eine Checkliste, mit der du deinen Überarbeitungsdurchgang abhaken kannst.
 
Anmelden kannst du dich hier:

Dein Extratipp:
Kennst du die erweiterte Duden Mentor Textprüfung, die du dir im Internet kostenlos aufrufen kannst? Sehr zu empfehlen auch für Social Media und Blogbeiträge!

HIER kommst du hin.

Ich wünsche dir ausgesprochen viel Spaß mit der Überarbeitung!

Lieben Gruß, Sandra

Autorenalltag

Wie du auf ständig neue Ideen für dein Buch kommst!

Zick Zack Ziiiiiiiissssschhhh!
Hörst du die Peitsche hinter dir, die dich vorantreibt? Hast du schon Schweiß auf der Stirn, weil dir für die aktuelle Szene oder vielleicht bei der Planung deines Buches nichts Gutes einfällt?
 
Oh ja, das kann ein zermürbendes Gefühl sein, vor allem, wenn man sich selbst eine Deadline gesetzt hat und nicht vorankommt.
Oder wenn du ein Buch abgeschlossen hast und jetzt auf Ideen für ein neues kommen möchtest.
 
An dieser Stelle lege ich dir jetzt die Hand auf deine Schulter, schaue dir tief und ermutigend in die Augen und sage:
Sobald du die Maschine angeschmissen hast, wird sie dich mit vielen, tollen Ideen reich beschenken.
Keine Angst du haben brauchst, kleiner Padawan.

Gott, bin ich ein Geek … Aber egal, wie springen zurück!
Die Peitsche und dein Knoten im Kopf, den wir heute lösen wollen!
 
Es gibt wirklich unbegrenzt Möglichkeiten, zu neuen Ideen zu kommen, und ich ertappe mich selbst immer wieder dabei, dass ich mir so unfassbaren Druck mache, eine großartige, perfekte, hammermäßige und neuartige Idee zu überlegen, dass mir dann überhaupt nichts mehr einfällt.
 
Lass mich dir den Druck nehmen:
Es gibt nichts, das nicht schon geschrieben wurde.
Vergiss diese Sache »Ich möchte etwas erfinden, was es noch nicht gibt«.
Sorry, der Zug ist abgefahren, und zwar mit einem ziemlichen Speed direkt vor deiner Nase weg.
Deshalb, lehne dich zurück und hab einfach nur Spaß beim Erfinden deiner Story. Es wurde nämlich schon alles geschrieben, aber nicht von DIR! Und DAS macht deine Geschichte einzigartig.
 
Also, mein roter Faden hat sich mal wieder aufgelöst, wir springen zurück.
 
Wie du auf neue Ideen für dein Buch kommst?

1. Pinterest

Ich liebe es mittlerweile, ewig in Pinterest zu surfen, mir Pinnwände zu meinen Buchideen anzulegen und mich von den Bildern inspirieren zu lassen. Es macht so viel Spaß und ist unglaublich effektiv, mit visuellen Reizen zu arbeiten.
Außerdem kannst du später deine Pinnwände mit deinen Lesern teilen und sie so direkt in den Entstehungsprozess mit hineinziehen.
 
Großartig!

2. Fernsehen

Die gute alte Glotze. Ich komme selbst noch kaum zum Fernsehen aber wenn, versuche ich IMMER eine Kleinigkeit davon als Inspiration mitzunehmen.
 
Wir versuchen mal ein Spiel:
Schalte ihn an und bleibe auf einem Sender. Was passiert da? Siehst du eine Tierdokumentation, ein Musikvideo oder kämpft jemand gerade um sein Leben?
Nimm eine Kernaussage aus dem aktuell laufenden Programm mit, dann schließ die Augen und schalte zu einem ganz anderen Sender um.
Was passiert dort? Kommt vielleicht gerade eine Spielshow?
 
Herzlichen Glückwunsch! Du hast soeben die Tribute von Panem erfunden.
Kein Witz! Suzanne Collins fand die Idee der Kombination aus Spielshow und Todeskampf so interessant, dass sie ihren Wahnsinnsbestseller geschrieben hat. Und das nur weil sie aus Langeweile durch das Programm gezappt hat.
 
Du siehst, die Ideen einzeln gesehen waren nichts Neues, aber ihre Art sie zu kombinieren, ist eingeschlagen wie eine Bombe!

3. Zeitung

Ja, auch die gibt es noch: Zeitungen!
Hier kannst du eigentlich genauso wie beim Fernsehen vorgehen oder aber du suchst dir eine reißerische Überschrift aus wie:
 
Coronavirus! Wann erreicht der Zombievirus Deutschland und sind wir alle verloren?
 
Wo ist Will Smith, wenn man ihn mal braucht … oder Rick Grimes?!
 
Okay, du siehst, ich lasse mich sofort mitreißen. Am besten kaufst du dir journalistisch gut recherchierte Zeitungen wie die Bild, dort macht das Spiel besonders viel Spaß.

4. Lesen! Lesen! Lesen!

Es ist tatsächlich so, dass dich Bücher am besten inspirieren können. Wenn dir eine Formulierung besonders gut gefällt, schreib sie auf! Das heißt nicht, dass du sie 1:1 für deine eigenen Bücher benutzen sollst, denn du willst doch etwas Eigenes haben und nicht nur eine Kopie, oder?
Nein, aber indem du Ideen und Redewendungen einmal oder mehrfach aufschreibst, gehen sie in deine Gedanken über und du erweiterst deinen Horizont.
 
Das mit der Maschine zu Beginn dieses total weirden Artikels habe ich ernst gemeint.
Ich habe das Gefühl, seitdem ich anders lese, vor allem aufmerksamer, kann ich mich gar nicht mehr vor Ideen retten.
Einmal deinen kreativen Punkt aktiviert, arbeitet er eigentlich quasi wie im Schlaf für dich und liefert ab wie ein Profi!

5. Gegenteil-Tag

Du merkst beim Schreiben oder sogar schon beim Planen, dass die Idee dich irgendwie nicht von den Füßen reißt?
Dann mach doch einfach das Gegenteil!
Der Leser erwartet an diesem Punkt im Buch einen Kuss? Mach das Gegenteil! Lass sich die Protagonisten voll zoffen!
Such dir gezielt eine lahme Idee in einem Buch/Fernsehsendung/Zeitung und entwickel eine total gegenteilige Idee!
Niemand wird das erahnen und du findest vielleicht nicht nur einen tollen Plotaufhänger, sondern du kannst auch an deinem Talent arbeiten, tolle Twists und Plotpoints zu kreieren!
 
 
Und als letztes:

6. Your only Limit is your mind!

Echt so. Hör auf, alles zu zerdenken bevor du begonnen hast zu schreiben. Schreib einfach! Plotte einfach! Lass dich mitreißen!
 
Diese Sätze schreibe ich übrigens gerade nicht für dich auf, sondern für mich, um mich selbst daran zu erinnern, nicht alles zu zerdenken. Ich bin ein absoluter Meister im drüber nachdenken, alles verwerfen, wieder bei 0 anfangen und nochmal von vorne anfangen …

Das Schreiben ist das schönste Hobby auf der Welt, lass das darüber nachdenken doch einfach bleiben und tu es.

Falls du jetzt noch einen kleinen Funken Motivation brauchst, zieh dir mein Video rein:

Lieben Gruß, Sandra

Social Media Marketing

Was kostet mich eine Buchveröffentlichung im Selfpublishing?

Das Selfpublishing hat wirklich viele Vorteile!

Du kannst über alles selbst bestimmen, bist dein eigener Chef, Veröffentlichungen laufen nach deinem Zeitplan und in der Regel deutlich schneller als bei einem Verlag und und und.

In einem meiner nächsten Blogbeitrage stelle ich Verlag vs Selfpublishing mal in einen Ring und lasse sie gegeneinander antreten.

Aber heute soll es nur um ein Thema gehen:

Was kostet mich eine Buchveröffentlichung im Selfpublishing?

Echt, auch dieses Thema hätte ich während meiner Anfänge im SP echt interessant gefunden! Und da ich mir nun selbst die Aufgabe gestellt habe, dich über ALLE Themen zu informieren, gehören die lieben Ausgaben natürlich ebenso dazu!

In diesem Artikel soll es jetzt nicht um alltägliche Dinge gehen, die du zum Schreiben brauchst, wie Strom, einen Computer, Schokolade oder Kaffee … nein, heute geht es um die wichtigsten, größten Posten, wie zum Beispiel:

1. Programme

a) Planung

Bist du ein genauso großer Planungsfreak wie ich, möchtest du deine Geschichte vielleicht nicht nur mit einem Zettel und einem Stift planen, sondern tiefer hineintauchen.

Was bietet sich nicht am besten dafür an, als ein Programm extra für den Plot deines Buches.

Ich nutze DramaQueen

 

Social Media Marketing

Wie du als Selfpublisher mit Instagram garantiert kein einziges Buch mehr verkaufst

Wenn man den Hashtag #Selfpublisher in Instagram eingibt, bekommt man sage und schreibe 54.600 Beiträge angezeigt.
Also kann man davon ausgehen, dass es sich lohnt, einen Instagramaccount für die Vermarktung eines Buches zu haben, oder?
Doch leider ist es wie bei vielen Dingen nicht so schwarz-weiß, wie man hofft.

Die einen sagen, lass die Finger von Instagram, das ist nur Arbeit!
Die anderen sagen, Instagram ist der neue In-Treff der Buchbranche und Facebook ist tot!
Und wiederum gibt es Stimmen, die behaupten, es stimmt beides ein bisschen und heutzutage geht man unter, wenn man nicht auf alle zur Verfügung stehenden Wege setzt, sein Buch zu vermarkten (total unauffälliger Daumenzeig auf mich).

Und hier deine 5 Möglichkeiten, wie du auf Instagram garantiert kein Buch mehr verkaufst!

Step Nr. 1: Dein Profil wirkt wie eine wandelnde Litfaßsäule.

Hier noch ein Schnipsel, dort nochmal der Verkaufslink zu deinem Buch, das Taschenbuch hübsch drapiert zwischen bunten Tüchern und auf dem Kunstfellteppich vor den Kamin gelegt …
Alles schön und gut, aber wenn du alle deine Beiträge so gestaltest, wird es den Lesern bald langweilig werden.
Bei Instagram geht es nicht nur um Werbung, werfe diesen Gedanken am besten ganz schnell aus deinem hübschen Autorenköpfchen. Es geht um Vermarktung, das ist etwas völlig anderes.


Du vermarktest hauptsächlich nicht dein Buch, sondern dich!


Du zeigst, wer du bist, was du liebst (auch abgesehen von der Schreiberei), du lässt deine Follower einen Blick in deinen Alltag werfen und bleibst authentisch.
Wenn du Instagram nur dafür nutzt, Werbeposts abzusetzen, bist du mit bezahlter Facebook Anzeigenwerbung definitiv besser bedient!

Step Nr. 2: Du postest eine ganze Woche jeden Tag, dann wieder überhaupt nichts.

Gerade im Urlaub und kein Bock, sich etwas für deinen Feed zu überlegen?
Kann ich voll verstehen, wirklich! Aber rein marketingtechnisch ist es das Schlechteste, das du tun kannst.
Instagram liebt seinen Algorithmus und vor allem liebt er (oder sie?) Regelmäßigkeit.
Poste lieber nur dreimal in der Woche aber dann beständig! Du wirst sehen, deine Beiträge werden deutlich mehr Followern angezeigt, als wenn du in einer Woche richtig Gas gibst und in der nächsten auf die Bremse trittst.
Und auch deine Leser wollen auf dem Laufenden gehalten werden, wenn sie dir folgen. Es gibt so viele Autoren da draußen, die grandiosen Content posten, dass die Menschen entscheiden müssen, wem sie folgen und wem nicht.
Und sei ehrlich zu dir selbst, wem würdest du ein Like schenken?

Step Nr. 3: Deine Beiträge sind so spannend wie ein Nacktschneckenrennen.

Machst du dir wirklich ernsthaft Gedanken um deinen Content, oder postest du an einem Tag mal ein Buchbild, dann wieder ein Mittagessen und am Abend gibts noch ein hübsches Bild von deinem Hündchen?
Wie oben geschrieben ist es wichtig, einen Einblick in deinen Alltag zu geben, aber nutze dafür spannende Bilder! Fotos, die Emotionen auslösen, genauso wie dein Buch!
Du kannst schreiben und schaffst es, dass deine Leser Herzrasen bekommen oder Schmetterlinge im Bauch, also mach auch in Instagram Gebrauch dieser Fähigkeit!
Poste einen tollen Text unter einem schönen Bild und dir sind Likes garantiert.

Step Nr. 4: Finde Gemeinsamkeiten.

Kennst du das Gefühl, wenn du jemanden triffst, der dir auf Anhieb sympathisch ist? Hast du dich jemals gefragt, an was es liegt, dass du so fühlst?
Genau! Ihr habt Gemeinsamkeiten!
Im Grunde hat jeder irgendetwas gemeinsam und es gilt in jedem Gespräch mit einem neuen Gegenüber herauszufinden, was dieser Punkt ist.
Okay, es gibt auch Menschen, die du siehst und schon meterweit vorher lieber umdrehst als ihnen zu begegnen … aber wieso ist das so? Entweder sie sind nervig oder ihr habt keinen beidseitigen Nenner, doch das hast du erst herausgefunden, als du ihn oder sie kennengelernt hast.
Merkst du, auf was ich hinaus will?
Zeige mit deinem Profil etwas von dir und lass deinen Followern die Möglichkeit, herauszufinden wer du bist! Was du gerne magst! Was du vielleicht gar nicht magst!
Erst, wenn eine Verbindung du deiner Community entsteht, werden deine Beiträge auch mit Spannung verfolgt werden.

Step Nr. 5: Du versuchst, JEDEN zu erreichen.

Selbstverständlich stehen wir total auf Likes und wollen so viele potentielle Leser wie möglich mit Social Media erreichen. Was sieht es toll aus, wenn bei deiner Followerzahl eine 3.000 steht und keine 300. Deswegen geben wir uns doch diese ganze Mühe, oder nicht?
Falsch *hier bitte das Geräusch aus dem Zonk einfügen*
Es wollen überhaupt nicht ALLE Leute unser Buch lesen und ein Großteil interessiert sich sogar so ziemlich gar nicht für die Geschichte, in die wir unser Herzblut gesteckt haben. Wieso willst du jemandem gefallen, der gar nicht zu dir passt? Das ist nichts Persönliches, wir alle umgeben uns in unserem Privatleben mit Menschen, mit denen wir Spaß haben und eine hammermäßige Zeit verbringen können.
Nichts anderes ist Social Media. Klar agierst du mit einem Computer, aber hinter jedem Bildschirm sitzt doch ein Mensch!
Und diesen Mensch willst du erreichen. Nicht jeden und alle, das wird nicht funktionieren.
Versteife dich also nicht auf eine Zahl, wenn deine Zielgruppe 1000 Menschen umfasst, die aber hochgradiges Interesse an dir und deinen Büchern haben, dann Gratulation! Du hast erreicht, was der Sinn von Social Media ist! Du hast dich mit Leuten vernetzt, die genau zu dir passen!

Zu diesem Punkt passt wunderbar eine richtige Zielgruppenanalyse, die allerdings nicht heute Thema sein soll.
Trotzdem ist es, gerade was Instagram betrifft, so wichtig, zu wissen, für wen du postest und auch wer du bist!

Nur dann wirst du Erfolg damit haben!

Hier noch ein paar Tipps, die dir hoffentlich weiterhelfen werden:

– bleib authentisch!
– poste regelmäßig!
– sei individuell und abwechslungsreich!
– geb dir Mühe!
– sei ehrlich!
– hab Ausdauer!
– hab Ausdauer!
– hab Ausdauer!

Und jetzt wünsche ich dir vor allem ganz viel Spaß und natürlich auch Erfolg bei der Umsetzung dieser Schritte.


Lieben Gruß, deine Sandra

Social Media Marketing

Ohne dieses Programm plane ich keinen meiner Social Media Beiträge mehr

Es gibt Programme, die uns Autoren das Leben erleichtern und dieses Programm zählt absolut dazu:

Onlypult*

Ich habe einige Dienste und Programme getestet, bevor ich dort hängen geblieben bin und alles gefunden habe, was ich zum Aufbau und Erhalt meiner Social Media Präsenz benötige.
Denn mal ehrlich, gibt es etwas Nervigeres, als jeden Tag daran zu denken, dass man UNBEDINGT noch etwas posten muss?
Nö. Finde ich auch nicht!

Ich habe mich lange mit diesem Thema beschäftigt und möchte hier eine ausdrückliche Warnung aussprechen:
Natürlich ist Onlypult nicht das einzige Programm, dass grundsätzlich in Frage kommt, aber bevor ihr eines auswählt, vergewissert euch, dass Instagram es auf der „grünen Liste“ hat.
Denn es gibt Programme, mit denen man den Instagram Algorithmus augenscheinlich manipulieren kann und was vor zwei/drei Jahren funktioniert hat, um Follower aufzubauen, hat Instagram mittlerweile herausgefunden und BLOCKT den Account, der diese nutzt! Im schlimmsten Fall sperrt er euch bis an euer Lebensende! *hier gruselige Musik einfügen*
Also Achtung! Zerschießt euch nicht eure Sichtbarkeit mit dem falschen Programm. Wählt eines, das sich auf der GO Liste befindet und informiert euch lieber via Suchmaschine einmal mehr darüber.
Denn diese Vorplangeschichte soll euch ja Erleichterung und unter Umständen mehr Follower durch regelmäßigen Content bringen und nicht das genaue Gegenteil.

Onlypult* ist auf jeden Fall ein von Instagram akzeptiertes Programm und bisher habe ich nur positive Erfahrungen mit dem Vorplanen meiner Beiträge gemacht.

Und jetzt erzähle ich euch endlich, wat dat Ding alles kann!

Vorplanen

 

Übersicht Startseite

Nachdem du dich angemeldet hast, findest du auf der linken Seite die Möglichkeit, deine Accounts zu verknüpfen und auf der rechten Seite siehst du dein Dashboard.

Bei „Veröffentlichung“ kannst du Beiträge auf einen bestimmten Zeitraum vorplanen und das nicht nur für Instagram, sondern auch für Facebook und neuerdings für Pinterest!

 

Beitrag vorplanen

Wie du im Video siehst, ist es ganz einfach!

Du klickst auf „Beitrag hinzufügen“, wählst dein Bild aus und schreibst deinen Text und klickst unten rechts einfach nur noch auf planen.

Fertig!

Hashtags und Absätze kannst du ganz einfach hinzufügen und bekommst sogar eine Anzeige, wie viele Hashtags du noch hinzufügen kannst!

Unter den Planner-Einstellungen hast du die Möglichkeit, dir direkt anzeigen zu lassen, wie dein Instagram Feed aussiehst.

Willst du nun den gleichen Beitrag ebenfalls in Facebook posten, kannst du ihn genauso kopieren, anpassen (wenn nötig) und mit einem Klick speichern.

 

Kopie erstellen

Aktuelle Beiträge

Unter dem Punkt „Feed“ siehst du eine Auflistung aller deiner geposteten Beiträge. Sehr nützlich, wenn du sehen möchtest, wie dein Instagram Feed aufgebaut ist und welcher Beitrag nun am besten in die Reihe passen würde.

Auch hier kannst du Änderungen und Anpassungen vornehmen und das ganze direkt abspeichern. Die Aktualisierung erfolgt nur wenige Sekunden später auf deinem Account.

Das Kopieren funktioniert genau wie bei den geplanten Beiträgen auch Accountübergreifend (Bei mir beispielsweise von Schreibdschungel zu Rose Bloom Autorin.)

DMs und private Nachrichten

Ich hasse nichts mehr, als Nachrichten über das Handy zu beantworten.
Auch das kann man hier in Onlypult, allerdings finde ich diese Option noch ein wenig unübersichtlich. Ich hoffe sehr, dass sich daran noch etwas tun wird, wenn das ist ein Punkt, der sehr Erleichterung bringt.

Diesen Punkt findest du unter „Direct“.

Storys

Für Instagram kannst du nicht nur Storys vorplanen oder direkt posten, sondern auch IGTV Videos, was sehr nützlich ist.

Du kannst Hashtags und Bilder auswählen, allerdings keine Sticker, wie in der App direkt.

Analyse

Nichts geht über Analyse!
Nicht nur, dass es unabdingbar ist, einen Überblick über deine Insights zu behalten, wenn du wirklich auf deinen Kanälen wachsen möchtest, ist es wichtig zu wissen, was bei deinen Lesern ankommt.
Finden sie es toll, wenn du Schnipsel postest?
Hast du nicht nur mehr Likes auf deiner Buchwerbung, sondern auch mehr Verkäufe?
Findest du gezielt Blogger, die dich auf deine Beiträge hin anschreiben?
All das sind Dinge, für die du das ganze Social Media Zeugs doch machst, oder?

Du findest eine komplette Analyse wie Wachstum, Reaktion, Engagement oder Optimierung unter dem Punkt „Analytics“.

 

Analyse Onlypult

Alles in allem findest du in diesem Programme alles, was du für deine Kanäle brauchst und du wirst sehen, wie einfach es werden wird, deine Beiträge zu posten.

Benutzt du schon ein ähnliches Programm und welches? Schreib es mir in die Kommentare!

Zum guten Schluss gibt es hier noch den Direktlink zum Programm.
ONLYPULT*

Lieben Gruß, Sandra

*Diese Links sind Affiliate Links, das heißt, ich bekomme einen Teil der Einnahmen von Onlypult, das ändert aber nichts an deinem Preis!

Autorenalltag

Brauche ich als Selfpublisher wirklich einen Lektor?

Neben 1298347 anderen offenen Fragen, die man sich gerade zum Anfang seiner Schriftstellerkarriere stellt, gibt es eine, die mich immer wieder erreicht:

Brauche ich einen Lektor / eine Lektorin?

Und gerade diese Frage hat auch mich sehr lange beschäftigt.

Wir stellen uns folgendes Szenario vor:

Klein Sandra hat sich in ihren Kopf gesetzt, Autorin zu werden. Weil a) sie schon immer gerne gelesen hat, b) sie schon immer viel Fantasie hatte und c) sie DIE perfekte Buchidee für ihren ersten Roman quasi im Schlaf angesprungen hat.

Also fängt sie an zu tippen, zu tippen und zu tippen, bis nach drei Monaten ein Buch mit dem Titel: Sandras Dream erscheint.
Wunderbar. Ein tolles Gefühl!
Sie beschäftigt sich mit Amazon und ihren Veröffentlichungsmöglichkeiten, lädt die Geschichte mit einem grandiosen Cover hoch und erwartet erst einmal nichts. Bis zu dem Tag, an dem die erste Rezension eintrudelt und Sandra diese völlig gespannt öffnet, mit der Hoffnung, dass sie nun der nächste große Stern am Schriftstellerhimmel wird. Natürlich, was auch sonst, die Geschichte ist MEGA und das Cover noch viel besser. Mehr braucht man doch nicht.
WUMM! Macht es, als sie aus den rosa Wölkchen mit einem harten Sturz auf dem Boden der Tatsachen ankommt.

Ein Stern. Ein! Stern! (In Zahlen: 1)

Was soll das denn?

„Geschichte ist ganz gut. Man merkt, dass es sich um ein Debüt handelt, Rechtschreibfehler auf jeder Seite. Von den Logikfehlern mal ganz abgesehen. Mein Hausaffe kann besser tippen.“

Oh man. Sandra hatte in Deutsch doch immer eine 1 und jetzt sowas …

Das ist natürlich eine ziemlich krasse Geschichte und nein, genauso ist sie mir zum Glück nicht passiert. Im Grunde hatte ich ziemlich viel Glück am Anfang und zwei sehr gute Freunde, die beide noch besser in Rechtschreibung- und Grammatik waren als ich.
Trotzdem war mein Text nicht fehlerfrei – und das ist er auch heute noch nicht – aber darum geht es nicht. Nicht nur!

Kommen wir zurück zu der Frage des Anfangs:

Brauche ich einen Lektor / eine Lektorin?

Antwort:
Wenn du Bücher veröffentlichen möchtest, weil du deinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben verdienen willst, dann JA.

Wenn es für dich nur ein lukrativer Nebenjob ist, der dir viel Spaß macht, dann NICHT UNBEDINGT.

Meiner Meinung kann man sich nur aufgrund weniger Dinge am riesigen Markt unserer Branche etablieren.
Professionalität ist da ein fetter Punkt und diesen erreicht man nur, in dem man sich professionell gibt. Tolle Logik, oder?

Und weil du hier bist, weil du sicherlich ein paar richtig harte Fakten lesen möchtest und nicht nur zusammenhangloses Geschreibsel, möchte ich dein Bedürfnis hier erfüllen:

Fakt 1: Kosten

In meiner Karriere habe ich schon die ein oder andere Lektorin kennengelernt und ich kann dir sagen, die Preise und Kosten bewegen sich in einem ziemlich großen Rahmen!
Bei der einen zahlst du 2 € pro Normseite, bei der anderen 8 €.
Nehmen wir mal das Zwischending an und haben jemanden gefunden, dessen Probelektorat dir zusagt und der / oder die 5 € pro Seite nimmt.
Bei ca. 250 Normseiten* wären das 1250 €. Uff.

*Kleiner Wink: Eine Normseite entspricht 60 Anschläge je Zeile und beinhaltet 30 Zeilen.
Also 1800 Zeichen (plus Leerzeichen).
Wenn ich darüber auch nochmal einen Artikel schreiben soll, lass mir ein Kommentar da.

Das ist erstmal echt eine Hausnummer, oder? 1250 € mit deinem Buch reinzukriegen, wird auf den ersten Blick gar nicht so einfach.
Dein Buch bietest du für 2,99 € an und bei Amazon erhältst du 70 % Tantieme, also musst du es 597 Mal verkaufen.
Ja, du siehst, ich liebe Beispielrechnungen und sie sind so effektiv, denn du bist an diesem Punkt vielleicht erst einmal richtig geschockt.

Fakt 2: Nutzen

Kommen wir zu dem Teil Nutzen, denn auch wenn ein Lektor dir Kosten verursacht, bringt er dir einen ziemlich erheblichen Anteil an Nutzen ein.
Wenn sich dein Buch kaum noch von einem Verlagsbuch unterscheidet, werden die Leser das wertschätzen und durch den Einsatz eines Lektors verkaufst du unterm Strich mehr deiner Bücher als ohne.
Natürlich ist es ein Zusammenspiel zwischen Cover, Inhalt, Plot, deiner Social Media Präsenz und noch vielen anderen Dingen, aber der erste Schritt zu einem professionell erstellten Buch ist getan.

Ein Lektor unterstützt dich nicht nur in Rechtschreibung und Grammatik, er teilt deine Leidenschaft, deckt Logikfehler auf, hilft dir bei der Verbesserung deiner Spannung, korrigiert deinen Klappentext, löscht Wortwiederholungen und Füllwörter oder gibt dir einen Schubs in die richtige Richtung einer passenden Formulierung.

Und du fühlst dich nicht so alleine und nur selbst verantwortlich für das, was du da auf den Mark schubst. Dieses Gefühl trügerischer Sicherheit ist nicht außer Acht zu lassen 😀

Falls du ein genauso großer Rechenfreak bist wie ich , dann wirst du dich jetzt über Folgendes freuen:
Ein Buch in den Top 100 der Amazon Charts verkauft sich in den hinteren Rängen rund 100 Mal am Tag (Abweichungen immer eingeschlossen!!) ohne gelesene Seiten des Kindle Unlimited Programms.
Wir gehen immer noch von deinem 2,99 € Preis aus und haben dann ca. 2 € Gewinn an jedem Buch.
Gerechnet auf einen Monat mit 30 Tagen verdienst du 6.000 €. Davon gehen jetzt noch ca. 36 % Steuern im Schnitt ab und du hast einen Betrag von 3840 € minus Lektorat = 2590 €.
Minus Cover, minus Werbung immer noch ein sehr guter Gewinn, denn das Buch verkauft sich ja nicht nur genau einen Monat!

*Anmerkungen: Nehmt diese Rechnungen nur Pi mal Daumen, nicht zu 100% übertragbar!!

Und ja, ich habe mich bewusst dafür entschieden, Zahlen aufzudecken und darüber zu schreiben, auch wenn es jeder andere totschweigt, denn mal ehrlich:
Was hätte ich vor einigen Jahren dafür getan, zu wissen, was man verdient, denn natürlich geht es um Leidenschaft und die Liebe zu Büchern blablaba, aber es geht eben auch ums Geld. Denn wenn ich davon Leben möchte, will ich auch wissen, was für ein Leben ich mir leisten könnte.
Und für alle Besserwisser: Wir sprechen hier immer über THEORETISCHE Annahmen! Natürlich verdient man nicht immer 6.000 € in einem Monat an einem Buch! Natürlich kommt man nicht mit jedem Buch in die TOP 100 und verkauft 100 Stück am Tag! Und natürlich gibt es auch Bücher, die dir deutlich mehr bringen!
Aber wir brauchen eine Grundlage, um zu sehen, dass man sich die Kosten eines Lektorats durchaus leisten kann.
Denn nur mit einem Lektorat hat man auch die Möglichkeit in die Top 100 zu kommen (Ausnahmen immer ausgenommen). <- meine Meinung.

Fakt 3: Der Weg zu DEINEM Lektor

Gott, diese genderspezifischen Formulierungen machen mich kirre. Ich schreibe ab jetzt nur noch Lektor und beziehe damit alle Lektorinnen mit ein. Danke.

Zuerst suchst du dir jemanden aus, der in deinem Genre arbeitet, denn dann hat er auch genügend Erfahrungen, dir wirklich eine Hilfe zu sein.
Du formulierst eine nette Mail und vielleicht kannst du dich schon auf einen Umfang beziehen, den dein Buch haben wird.
Nachdem du eine Antwort erhalten hast, bestehe auf ein Probelektorat! Jeder seriöse Lektor wird dieses ohnehin machen, weil er natürlich auch sehen möchte, wie gut und sicher du in deiner Tätigkeit bist. Denn danach richtet sich der Preis!
Wenn ein Lektor doppelt so viel mit einem Manuskript zu tun hat, wie mit einem anderen, wird er natürlich auch mehr an Kosten einnehmen müssen, um seine Arbeitszeit zu decken. Völlig plausibel.
Das ist kein Basar, du beziehst eine hochwertige Leistung und solltest dem Lektor auf seine Preisangaben vertrauen.
Und auch du musst schauen, mit wem du zusammen arbeitest. Eine Kollegin gab mir mal den Tipp, ein bis zwei Logikfehler in ein Probelektorat einzubauen (Haarfarbe ändern oder sowas) und daran siehst du ziemlich gut, ob dein Gegenüber es drauf hat oder nicht.
Fies, ich weiß, aber sonst wird eure Zusammenarbeit nicht funktionieren.
Denn dir muss bewusst sein, dass es jetzt jemanden gibt, der an deinen Texten „rummeckern“ wird. Manche Szene muss vielleicht gestrichen werden, die du geliebt hast, bei der dein Lektor aber sagt: Neeeee, geht gar nicht!
Du musst vielleicht Namen ändern oder Orte oder Formulierungen und sicherlich hast du immer das letzte Wort, aber einem guten Lektor und seiner Erfahrung kannst du vertrauen. Und hey, es ist echt nicht einfach, wenn jemand „Fremdes“ dein Buch erst einmal zerreißt. Aber er macht es nicht nur, weil es ihm Spaß macht, sondern auch, weil es die Geschichte im Endeffekt besser macht!
Also schluck diesen Trotzkloß herunter und lass dich drauf ein.
Dann kann eine sehr gute Zusammenarbeit entstehen und sobald ein Lektor einige deiner Manuskripte lektoriert hat, wird er auch dich und deine Schreibweise besser kennenlernen und das alles wird noch reibungsloser und besser über die Bühne laufen.

Das war es im Großen und Ganzen und nein, meine Lektorin bezahlt mich nicht für diesen Artikel, wäre aber schön 😉
Ich stehe voll und ganz auf der PRO-Seite und würde ohne eine Lektorin nicht mehr veröffentlichen.

Und bevor du mich jetzt anschreibst, welchen Lektor ich empfehlen kann, tue ich es gleich selbst.
Das heißt nicht, dass dir die Arbeitsweisen dieser Lektoren zusagen, aber dass ich nur positive Erfahrungen gemacht habe, diese Personen professionell und zügig arbeiten und auch das Zwischenmenschliche immer gepasst hat!

Jetzt kommt Werbung:

Zum einen habe ich mit Natalie von Lektorat Bücherseele eine meiner Meinung nach besten freien Lektorinnen gefunden, die das ganze Spektrum der Leistungen abdeckt. Ich habe bei vielen Büchern mit ihr zusammengearbeitet und kann sie uneingeschränkt empfehlen.
HIER GELANGST DU ZU IHR

Aktuell arbeite ich mit Sarah von Wortkosmos zusammen, die nicht nur die witzigsten Storys in Instagram postet, sondern auch – obwohl ihr Lektoratsdienst noch relativ jung ist – mit ihrem Wissen und ihrer Arbeitsweise sofort bei mir gepunktet hat.
HIER GELANGST DU ZU IHR

Ich wünsche dir viel Spaß, den für dich passenden Lektor zu suchen und zu finden und viel Erfolg bei deinem nächsten Buchprojekt.

Lieben Gruß, Sandra

Buchmarketing, Social Media Marketing

6 Dinge, die du als Autor niemals in Instagram tun solltest

(und ich meine wirklich niemals!)

Ich weiß, wie es ist, darauf zu warten, dass deine Followerzahl in Instagram endlich steigt! Du hast dir so viel Mühe mit deinen Bildern gegeben, alle Regeln brav befolgt und trotzdem hängt dein Account irgendwo zwischen Mrs Invisible und Ant-Man, wenn er auf das rote Knöpfchen seines Schrumpfanzuges drückt.

Trotzdem lass dich niemals zu diesen 6 Dingen verleiten! Niemals! N-I-E-M-A-L-S!

Markiere Accounts, die gar nichts mit deinem Bild oder deinem Beitrag zu tun haben!

Es ist schlicht egal, ob diese Accounts 1000 Follower oder 10 Billionen haben … das nervt!! Du wirst markiert und natürlich klickst du auf den Beitrag, um zu sehen, was er mit dir zu tun hat. Wenn du dann feststellst, dass dich jemand auf dem Bild seiner Großmama markiert hat, weil sie so schöne Haare hat, kannst du nur mit dem Kopf schütteln.
Diese Vorgehensweise bringt dir höchstens ganz viele Entfollows!

Achtung: Das gilt natürlich nicht, wenn du das mit den Account abgesprochen hast. Shoutouts sind hier zum Beispiel ein Thema, auf das ich aber in einem anderen Blogartikel eingehen werde.

Das Folgen/Entfolgen-Spiel

Wenn du einem Account folgst, weil du den Inhalt gut findest, super!
Wenn du ihm dann entfolgst, weil dir der Inhalt nicht mehr gefällt, auch okay!
Aber folge niemals einem Account mit der Hoffnung, dass er dir zurück folgt und du dann sagst: Ätschi-bätschi! Jetzt entfolge ich dir wieder!
Das ist doppelt nervig! Wirklich! Ich selbst achte nicht darauf, wer dieses Spiel mit meinem Account treibt, ich folge nur den Seiten, denen ich auch langfristig folgen möchte. Aber es gibt einige, die kriegen sowas raus und du kannst dir sicher sein, dass diese Accounts und ihr breites Netz an Kontakten dich meiden werden.
Möchtest du dir eine ehrliche, zuverlässige, freundliche Community für dich als Autor aufbauen, dann lass die Finger von solchen Spielchen!

Werbung in Kommentaren

Du hast ein neues Buch rausgebracht, das total super zu dem Bild mit dem Buch einer Kollegin passt? Wunderbar! Dann poste es auf deinem Account und spamme die Menschen nicht mit deiner Werbung in den Kommentaren zu.
Kommentare sind dazu da, dich mit der Community unterhalten zu können und nicht, um deine Veröffentlichung wahllos zu verteilen.
Das wirkt wie diese nervigen Kommentare der Bots, die überall mit einem Standardspruch gepostet werden und das wirkt nicht gerade professionell.

Wenn du einen Kommentar unter einem dir noch unbekannten Account setzen möchtest, fang doch erstmal damit an, dich mit dem passenden Beiträgen auseinanderzusetzen und darauf zu reagieren.
Du wirst sehen, die Konversation, die daraus entsteht, ist so viel wertvoller.
Du gehst ja auch nicht in einen Raum voller fremder Menschen und schreist zusammenhanglos jeden an, dass du ein Buch herausgebracht hast.
Damit erntest du nur verwirrte und verständnislose Blicke.

Werbung über Direct-Message

Unaufgeforderte Werbung über eine private Nachricht verhält sich genauso wie die in den Kommentaren.
Sie erzeugen das komplette Gegenteil von positiver Aufmerksamkeit! Im schlimmsten Fall wirst du gemieden anstatt verfolgt.

Kommentare nicht zu liken oder nicht zu beantworten

Du möchtest dir eine langfristige Community aufbauen und das bedeutet nicht nur deinen Content stumpf in die Welt zu senden.
Der Name Social Media sagt eigentlich schon alles aus. Es geht um soziale Interaktion! Wenn jemand sich Zeit nimmt, und unter deinem Beitrag ein Kommentar oder ein Herzchen da lässt, dann sei so freundlich und antworte ihm. Und wenn es nur ein Like zurück ist, wertschätze diese geschenkte Zeit!
Das hat nichts damit zu tun, dass du deine Beiträge vorplanst. Nehm dir am Abend 10 oder 20 Minuten, wenn du auf deiner Couch sitzt und klick dich durch deine Kommentare. Du wirst sehen, auch deine Sichtbarkeit wird hochgehen, wenn du mehr interagierst, denn vor allem Instagram lebt von dieser Interaktion!

All diese Dinge werden dir helfen, einen Account aufzubauen, mit dem die Menschen gerne zu tun haben und der dich in deinem Buchmarketing bestmöglich unterstützt.

Viel Erfolg dabei!

Lieben Gruß, Sandra

Autorenalltag

9 Möglichkeiten für Autoren, um motiviert zu bleiben

Es wird größer und größer und größer, wetzt seine Krallen und verschlingt dich mit einem Happen, bevor es sein Festmahl mit einem fetten Rülpser abschließt.
Du kennst den Namen dieses Monsters ganz sicher! Ich würde einen Topf Rosenkohl essen, wenn das nicht so wäre (und ich hasse das Zeug, echt!).

Unlust! Motivationstief!
Es rollt erbarmungslos auf dich zu und du kannst nur noch rennen!
Bisschen melodramatisch vielleicht, okay, aber Motivation ist der Schlüssel zu deinen Zielen, zu deinem Buch und deiner Geschichte.

Keine Sorge, jeder Autor hat hin und wieder mit diesem Monster zu kämpfen, du bist ganz sicher nicht allein. Das zu wissen ist schonmal echt beruhigend, oder?
Und was noch besser ist:
Es gibt Wege und Möglichkeiten, dir dieses Biest vom Leib zu halten.
Zumindest in den meisten Fällen.

Anschauen, was man geschafft hat.

Du zweifelst und denkst, du kannst sowieso nichts, wieso dann weiterschreiben?
Sieh dir die Geschichte und Bücher an, die du bereits geschrieben hast! Du hast wahnsinnig tolle Dinge da auf Papier gebracht, dein Herz hat geblutet und du hast gelacht oder sogar geweint. Du kannst das!
Und wenn du noch nicht veröffentlicht aber vielleicht etwas geplant hast, Hut ab! Die Planungsphase ist unfassbar anstrengend und du hast sie gemeistert!
Jedes Wort mehr bringt dich deinem Ziel näher.

Rezensionen lesen.

Sofern du bereits Bücher auf dem Mark hast, lies dir doch deine Rezensionen durch.
Und ich meine nicht nur die guten, obwohl die dir natürlich ebenfalls einen tollen Schub geben können!
Auch die schlechten, denn mal ehrlich, was motiviert mehr, als es ALLEN zeigen zu wollen, dass man es noch besser kann?

Schließe dich einer Schreibgruppe an.

Verabrede dich virtuell mit einem Kollegen oder einer Kollegin, um an einem Abend in der Woche „gemeinsam“ zu tippen! Du wirst sehen, wie motivierend es ist, wenn dein Schreibbuddy deutlich mehr Wörter als du aufs Papier gebracht hat, weil du nebenbei neue Socken bei Google gesucht hast.
Außerdem gibt es auch tolle Gruppe bei Facebook. Einfach beitreten und mittippen.

Setze dir Ziele.

Ohne Ziele oder zumindest eine imaginäre Deadline kann es gut sein, dass dich deine Geschichte einmal nicht an den Schreibtisch treibt.
Sag zu dir:
In zwei Monaten möchte ich mein fertiges Buch an die Lektorin schicken!
Oder auch: Nach 50.000 Wörter darf ich mir neue Schuhe kaufen!
Wirkt ungemein …

Einen Tag Pause einlegen.

Mal ehrlich, wer von uns kann Non-stop arbeiten?
Selbst wenn du hauptberuflich schreibst, gönne dir ruhig mal einen Tag, ein heißes Bad in der Wanne oder ein Date mit Freunden. Du wirst sehen, wie viel neue Ideen dich überrennen, wenn du dir eine Pause nimmst!

Lasse dich von deinen Lesern via Social Media motivieren.

Du hast schon einen Social Media Account? Großartig! Auf deine Leser ist Verlass! Klag ihnen ruhig dein Leid und du wirst sehen, wie viele möchten, dass du weiterschreibst. Allein dieses Gefühl, du bist nicht allein, ist unglaublich toll und gibt dir einen großen Motivationskick.

Entwickel Routinen. Und halte sie dann auch wirklich ein!

Wenn du dein Buch fertigschreiben willst, brauchst du Routinen. Schreibe jeden Morgen um 6 Uhr 2.000 Wörter oder jeden Abend 1.000. Schreib in deiner Mittagspause oder am Wochenende.
Egal wann, Hauptsache du tust es.
Über Schreibroutinen habe ich übrigens HIER schon mal einen Artikel geschrieben.

Einfach Anfangen.

Auch wenn du gerade so gaaar keine Lust hast, fang trotzdem an! Setze dir mit dem Handy einen Timer von 5 Minuten und tippe um dein Leben! Und ich könnte dir auf das Grab meines Zwerghamsters A-Hörnchen schwören, dass es nicht bei 5 Minuten bleibt und du angefixt bist. Eine Seite entsteht so wie durch Zauberhand. Was denkst du, wie dieser Artikel entstanden ist?

Menschen stalken, die dich inspirieren.

Ja, auch dafür ist Social Media perfekt. Gehe auf das Profil deines Idols und hol dir ein Schreibupdate. Du willst auch dorthin, wo derjenige ist? Erfolgreich mit dem Schreiben sein? Vom Schreiben leben können? In die Top 100 der Amazon Charts?
Na dann hopp, setz dich hin und los geht‘s!

Egal, welcher dieser Punkte, dir etwas bringt, du wirst das Loch überwinden können, glaub mir!
Ich kämpfe regelmäßig damit und war nach einer Woche Zwangspause (Kind krank, Kita zu, öööhhh) richtig heiß drauf, endlich wieder schreiben zu können!

Gutes Gelingen!

Lieben Gruß, Sandra

Autorenalltag, Buchmarketing

Was benötigst du unbedingt für deine Buchveröffentlichung

Was benötigst du unbedingt für deine Buchveröffentlichung

In den letzten beiden Blogartikeln haben wir unser Buch geplottet und geschrieben und nun heute geht es endlich um die Frage:

Was benötigst du alles für die Veröffentlichung!

Wie immer, falls jemand lieber diese Infos in einem Video sieht, hier ist der Link:

Zum einen natürlich die offensichtlichen Sachen:

Aussehen ist alles

Ich sage es auch nochmal hier und kann es gar nicht oft genug sagen, Buchcover sind unheimlich wichtig!
Wenn du nicht selbst grafisch total bewandert bist, dann such dir einen guten Coverdesigner. Es gibt unheimlich talentierte Menschen da draußen, die wunderbare Cover erstellen, die nicht mehr von Verlagstiteln zu unterscheiden sind!
Wenn du nicht willst, dass dein Buch in der Masse der professionell erstellten Selfpublishing Bücher untergeht, dann ist dies ein Punkt, der nicht zu vernachlässigen ist!

Spannung, Spannung, Spannung

Urgh … manche schreiben ihn gerne, andere hassen ihn, aber trotzdem geht es nicht ohne. Die Rede ist von deinem Klappentext. Der zweite Blick oder auch: »Worum geht es in dem Schinken überhaupt und wieso soll ich diesen als Leser kaufen?«
Gib dir Mühe mit deinem Klappentext. Er soll neugierig machen und gleich zeigen, um was es in der Geschichte geht, aber nicht zuviel verraten. Du darfst den Leser nicht verwirren, aber kannst ruhig ein paar Infos verschweigen, um die Spannung aufrecht zu erhalten.

Gar nicht so einfach, oder?
Ich merke gerade selbst, zu diesem Thema reichen nicht bloß ein paar Sätze und ich widme mich garantiert in einem meiner nächsten Blogartikel um dieses Thema.

Und außerdem:

Deine Steuernummer …

Ja, daran denken viele nicht und ich habe es ehrlich gesagt noch in keinem Artikel gelesen.
Du willst Geld mit deinem Buch verdienen, also brauchst du auch eine Anmeldung deiner Tätigkeit bei deinem Finanzamt! Ganz wichtig!

Eine/n Lektor/in und gute Testleser

Auch wenn denkst, du hast das mit der Grammatik super drauf und hattest früher im Deutschunterricht sowieso eine Eins … tu es nicht!
Die Leser bezahlen für dein Buch Geld und erwarten ein professionelles Werk. Dazu gehört, dass sich nicht auf jeder Seite ein Fehler befindet und glaubt mir, auch wenn du dein Buch 100 Mal liest, es werden sich mehrere Fehler einschleichen! Das ist völlig normal, man nennt es auch Betriebsblindheit.
Also suchst du am besten jemand, der völlig frisch auf deinen Text schaut, um ihn zu verbessern. Ein guter Lektor oder eine gute Lektorin machen so unglaublich viel aus und ich kann behaupten, dass meine dazu beigetragen hat, meinen Schreibstil weiter zu verbessern.
Nebenbei such dir erfahrene Testleser, die dich unterstützen, ggf. Logiklücken aufdecken und die gesamte Geschichte ebenfalls nochmal neutral beleuchten können.
Gute Testler sind Gold wert!! Ganz wirklich!

Einen KDP Account (oder einen Zugang bei einem anderen Anbieter)

In der Regel starten die meisten Selfpublisher mit Amazon weil Amazon nun mal unbestreitbar der einfachste und größte Anbieter ist, wenn es darum geht, dein Buch in die Welt zu schicken.
Sie haben dem Selfpublishing die Richtung gewiesen und bieten aktuell noch die besten Konditionen, wenn man das Gesamtpaket betrachtet.
Natürlich kannst du auch zu Tolino etc. gehen und dir dort eine Leserschaft aufbauen, was ebenfalls funktioniert, aber ich persönlich würde mein erstes Buch immer wieder bei Amazon veröffentlichen.
Man wird dort in der Regel deutlich besser gesehen und landet nicht in Kategorien, die kaum Sichtbarkeit bekommen. KDP bietet mit Unlimited unbestreitbar die beste Möglichkeit, die Kosten deines Buches wieder reinzubekommen.
Übrigens zeige dir im nächsten Video, wie du einen KDP Account erstellst und auf was du alles achten musst.

Dein Buch ist nun veröffentlicht und jetzt?

Am besten setzt du dich direkt an das nächste.
Echt jetzt. Auch wenn du erstmal durchatmen und dir auf die Schulter klopfen willst, das kannst du, ohne Frage, aber tu es nur kurz.
Wenn du wirklich als Selfpublisher durchstarten und in den oberen Rängen landen willst, dann musst du deine Schreibroutine weiter ausbauen und unbedingt weiterschreiben.
Natürlich kannst du auch einen Weg über einen Verlag einschlagen oder etwas völlig anderes machen. Aber wenn du im Selfpublishing Fuß fassen möchtest, schubst kein anderes Marketingmittel dein Buch so sehr an wie ein zweites.

Also, worauf wartest du noch, geh schreiben!

Lieben Gruß, Sandra

Falls du dir diese Liste ausdrucken möchtest, kannst du sie hier downloaden:

Schreibprozess

Wie du eine Schreibroutine entwickelst und 10.000 Wörter am Tag schaffst

Eigentlich könnte dieser Blogartikel ziemlich kurz sein.
Du entwickelst nur eine Schreibroutine, wenn du schreibst.
Punkt.

Aber wahrscheinlich willst du nicht nur generell routinierter schreiben, sondern vor allem mehr und vielleicht sogar noch schneller!

Falls du das Video dazu sehen willst, findest du es hier:

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass nichts ein Buch so gut pusht, wie ein zweites Buch. Das hört sich jetzt ziemlich platt an, aber gerade am Anfang ist es ratsam, wenn man als Selfpublisher durchstarten möchte und in den Köpfen der Leser bleibt. Und eine gute Leserbindung kann man sich hauptsächlich durch Geschichten aufbauen, die gefallen.
Natürlich ergibt sich das mit der Zeit, in der man regelmäßig veröffentlicht, fast automatisch, aber trotz allem ist ein Veröffentlichungsrythmus von zwei bis vier Monaten gerne gesehen.

Also muss man eindeutig viel schreiben. Das ist ein Fakt.
Ich habe für mich herausgefunden, dass ich an einem kompletten Schreibtag (also von 9 Uhr bis 17 Uhr) zwischen 8.000 und 10.000 Wörter schreiben kann. Danach ist die Luft raus.
In der Regel sind es aber um die 6.000 Wörter, zumindest, wenn ich mich am Abend dann nicht völlig ausgelutscht fühlen will.
Meine Bücher haben in der Regel eine Seitenanzahl von 300 Seiten, also ca. 70.000 bis 80.000 Wörter, wenn ich in diesem Tempo jeden Tag schreiben würde, bräuchte ich für ein komplettes Buch ungefähr zwei Wochen.
Das lass ich mal kurz so stehen.
Das geht natürlich nicht! Denn neben der normalen Schreibtätigkeit fallen tausend andere Dinge an, die ein Selfpublisher erledigen muss!

Wenn ich also all die anderen Sachen tue plus zu Schreiben, dauert ein Buch bei mir normalerweise ein bis zwei Monate (ohne die Planung, das Plotten, das Cover, das Lektorat …etc).
Danach wird es mindestens zwei Mal von mir überarbeitet und geht an meine Lektorin.
Ihr seht, selbst wenn man viel schreibt (weil es nun mal mein Hauptjob ist), braucht der ganze Prozess einer Bucherstellung Zeit.

Also nochmal der Punkt: Setz dich nicht unter Druck!

Es ist noch kein gutes Buch an einem Tag entstanden 😉

Aber du willst ja nun wissen, wie du es vielleicht auf mindestens 6.000 Wörter am Tag schaffst und ich bin der Meinung, das kannst du mit diesen Tipps locker schaffen!

1. Schreibe immer, wenn du kannst.

Das klingt jetzt ein wenig platt, aber so ist es. Wenn du immer wieder andere Dinge vorschiebst, wirst du nie auf deine Wortzahl kommen.
Ich habe, als ich noch einen anderen Hauptjob hatte, meistens abends geschrieben bis spät in die Nacht oder bin morgens um 6 aufgestanden und habe mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Stunden geschrieben.
Ehrlich gesagt gibt es auch jetzt kaum Tage, an denen ich weniger als zwölf Stunden arbeite (jetzt ist es übrigens gerade 21:30 Uhr und es juckt mir in den Fingern, mich nochmal an mein unfertiges Manuskript zu setzen …)

Die meisten wissen, dass ich eine kleine Tochter habe, die jetzt anderthalb ist und viel Aufmerksamkeit benötigt. Ich schreibe also an drei Tagen die Woche, wenn sie in der Kita ist, sowie abends. Damit komme ich gut auf mein Limit.
Und nochmal: Ja, schreiben ist Arbeit! Ich liege nur an wenigen Tagen im Monat am Abend mit meinem Mann auf der Couch (meistens wenn ich tagsüber viel erledigen konnte), den Rest der Zeit schreibe ich und schreibe und schreibe …

Doch das ist für alle Seiten okay, denn das bringt es nunmal mit sich, wenn man seine Leidenschaft leben darf. Und es fühlt sich auch gar nicht an wie Arbeit, denn diese Routine ist mir nach über drei Jahren einfach ins Blut übergegangen.
Ich brauche es wie atmen.

Und da wären wir beim zweiten Punkt:

2. Schreibe regelmäßig

Die Ausrede »Ich habe keine Zeit« gilt ab heute nicht mehr!
Ich habe irgendwo einmal gelesen, dass der Mensch ungefähr 60 Tage braucht, um eine Routine zu entwickeln. Also wenn du jeden Morgen aufstehst und joggen gehst und das dann nach drei Monaten nicht tutst, wird sich dein Körper fragen, was nicht mit dir stimmt.
So muss das Schreiben für dich werden!

3. Motivation ist der Schlüssel

Ich finde, Motivation ist alles! Ganz ehrlich! Immer, wenn man irgendetwas tut, treibt einen die Motivation an.
Entweder man geht zum Sport, weil man dann endlich seinen ehemaligen Klassenkameraden seinen Wahnsinnskörper präsentieren kann.
Man steht morgens auf, und ist zwei Stunden vor dem Chef im Büro, damit man den freien, besser bezahlten Job bekommt, der gerade ausgeschrieben ist.

Oder du fieberst dem Augenblick hin, in dem du endlich dein fertiges Buch in den Händen halten und sagen kannst: DAS HABE ICH GESCHRIEBEN!

Jeder hat eine innere Motivation, die einen antreibt und die musst du für dich finden.
Außerdem finde ich es unheimlich motivierend, mein Ergebnis mit anderen zu teilen. Denn entweder ich habe mein Ziel erreicht und kann damit angeben oder ich habe versagt und muss mir die Häme volle Packung abholen.

Also habe ich mir eine sogenannte Wordcountliste in Excel erstellt und trage jeden Tag mein Schreibergebnis ein. Wenn ich es geschafft habe, darf ich die Spalte grün färben, wenn nicht, rot. Knallhart, oder?
Hin und wieder teile ich diese Liste in meiner Instagram Story und fühle mich richtig gut, wenn ich mein positives Ergebnis in die Welt rausschreien darf (oder es spront mich an, wenn ich die roten Zahlen zeigen muss).

Doch wichtig ist hier, setzt euch keine zu großen Ziele! Wenn ihr wisst, ihr erreicht die 10.000 Wörter noch nicht, schreibt eben 4.000 hin! Denn es demotiviert unglaublich, wenn man es mehrmals hintereinander nicht schafft und man wirft schneller die Feder hin, als dass man »Fertiges Buch« sagen kann.
Es reichen auch 1.000 Wörter am Tag, Hauptsache, ihr schreibt!

4. Sucht euch ein passendes Umfeld

Außerdem müsst ihr herausfinden, in welchem Umfeld ihr am besten schreiben könnt.
Ist es im Café, zu Hause, mit Musik oder ohne, mit Schokolade oder einem starken Kaffee.
Mein perfekter Platz ist mein Schreibtisch in meinem Büro, es herrscht völlige Stille und ich kann vollständig in meine Geschichte abtauchen. Schreiben geht dann fast wie von selbst.

5. Konzentrier dich, Baby!

Ein Tipp zur Konzentration. Ich bin auch jemand, der sich immer und ständig ablenken lässt (hier genervtes Augenrollen vorstellen)!
Ich schau ständig auf Instagram, Facebook oder was weiß ich und bleibe dann da teilweise minutenlang hängen.

Wenn ihr genauso seid, kann ich euch die App Forest empfehlen.